Musik - Projekte

Luthers Schulzeit - Ein Theaterstück der 6c

Was Luther während seiner Schulzeit erlebte, davon weiß die Klasse 6c der Talitha Kumi Schule zu singen und zu erzählen.
– Eine fächerübergreifende Projektarbeit der Fächer Deutsch und Musik.

Luther besucht in Mansfeld die Lateinschule. Mit Strenge erzogen die Lehrer ihre Schüler. Der Schulunterricht fand in spartanisch eingerichteten Räumen statt. Für die Schüler mussten oft niedrige Bänke genügen. Im Zentrum des Unterrichtes stand das sogenannte Trivium, das sich aus den Fächern Grammatik, Rhetorik und Logik zusammensetzte. Auch die Mathematik und die lateinische Sprache wurden erlernt. Ebenso gehörten das Beten und das Singen religiöser Lieder zum schulischen Alltag. Lehrer und Schüler wirkten bei Gottesdiensten mit, ja die Schule übernahm eine wichtige Rolle bei der Vermittlung christlicher Glaubensinhalte.

Martinus Luder alias Martin Luther wird als stiller, zurückhaltender und durch die strenge Ordnung eingeschüchterter, jedoch auch sehr begabter Schüler, beschrieben. Luthers spätere Erinnerungen an seine Schulzeit waren nicht die Besten. Er empfand den Schulalltag – vor allem das Einpauken des Lateinischen – als übermäßig hart.
Im Unterricht deutsch zu sprechen, zu fluchen oder sich schlecht zu benehmen wurde bestraft. Neben dem Schulstoff lernte der Knabe vor allem die Rute des Lehrers kennen. Für Luther war die Schule deshalb Hölle und Fegefeuer zugleich; die Schüler seien darin gemartert worden und hätten außer Angst und Zittern nichts gelernt.

In einer seiner Tischreden ließ Luthers seine Zuhören wissen: „Es sind manche Präzeptoren [Lehrer] so grausam wie die Henker. So wurde ich einmal vor Mittag fünfzehnmal geschlagen, ohne jede Schuld, denn ich sollte deklinieren und konjugieren und hatte es nicht gelernt.“

(Klasse 6c mit Frau Mimi Asmari, Frau Kirsten Weible-Klitzsch und Herr Wolfgang Weible)