
Brücken Bauen in Talitha Kumi
Am Samstag, den 12. April 2025, veranstaltete Talitha Kumi den Palästinensisch-Deutschen Tag der Kultur und des Erbes unter dem Motto „Brücken bauen“. Der Ereignistag umfasste neben einer Kunsthandwerksausstellung eine Reihe kultureller, künstlerischer und sportlicher Veranstaltungen.
An der Veranstaltung nahmen Bischof Dr. Sunni Ibrahim Azar, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und Heiliegen Land, Herr Mohammed Al-Jaafari als Vertreter des Gouverneurs von Bethlehem und Frau Dr. Iman Al-Titi, Generaldirektorin der Direktion für Tourismus und Altertümer in Bethlehem, als Vertreterin des Ministers für Tourismus und Altertümer teil. Ebenfalls anwesend waren Herr Fouad Lahham, Direktor des Büros des Kulturministeriums in Bethlehem, Frau Ulrike Bormann, stellvertretende Direktorin des deutschen Vertretungsbüros in Ramallah, und Propst Joachim Lenz, Repräsentant der Deutschen Lutherischen Kirche in Jerusalem, neben einer Reihe prominenter Persönlichkeiten aus dem Gouvernement und den Institutionen von Beit Jala, Schulleiter*innen und zahlreiche Eltern und Schülern.
Die Zeremonie begann mit der Aufführung der palästinensischen Nationalhymne durch die Talitha Kumi Scout Gruppe, gefolgt von der deutschen Nationalhymne durch eine Gruppe von Schüler*innen des Brass for Peace in Zusammenarbeit mit der Musiklehrerin Frau Thekla von Dombois. Anschließend begrüßte die Schulleitung die Anwesenden mit einer Ansprache des deutschen Schulleiters, Herrn Berger Reese, und der palästinensischen Schulleiterin, Frau Laura Bishara. Die Schulband unter der Leitung der Musiklehrerin Reem Handal spielte eine Auswahl traditioneller palästinensischer Lieder.
Anschließend hielt Herr Mohammed Al-Jaafari, Vertreter des Gouverneurs, eine Rede, in der er die Schule für die Organisation dieser kulturellen Veranstaltung lobte, die trotz der schwierigen Umstände, mit denen das Land konfrontiert ist, einen Geist der Freude und Hoffnung widerspiegelt. Er dankte außerdem der Schulleitung für die gelungene Organisation der Veranstaltung.
Anschließend folgte ein musikalischer Beitrag auf Deutsch, der von Schülern der Deutschklassen 3D und 5D unter der Aufsicht von Herrn Uwe Meyer und Frau Thekla von Dombois präsentiert wurde.
Anschließend diskutierten Bischof Azar und Propst Lenz die Beziehungen zwischen der Palästinensischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Heiligen Land und der Deutschen Lutherischen Kirche und hoben die bestehenden Brücken der Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen ihnen hervor. Bischof Azar betonte, dass Talitha Kumi eine Brücke zwischen der deutschen und der palästinensischen Kultur sowie zwischen christlichen und muslimischen Schüler*innen darstellt. Er fügte hinzu, dass es sich auch um eine der ersten gemischten Schulen in Palästina handelt, nachdem sie zuvor ausschließlich für Mädchen gewesen war.
Nach einem weiteren musikalischen Auftritt des Schulchors hielt Frau Ulrike Bormann, die Repräsentantin der Bundesrepublik Deutschland in Palästina, eine Rede, in der sie ihre Freude über die Teilnahme an diesem kulturellen Ereignis zum Ausdruck brachte, das die freundschaftlichen Bande zwischen dem palästinensischen und dem deutschen Volk stärkt.
Dann ergriff Frau Iman Al-Titi, Vertreterin des Ministers für Tourismus und Altertümer, das Wort und brachte ihre Freude über die Unterstützung dieses Kulturtages durch das Tourismusministerium zum Ausdruck, das eine Wanderausstellung mit einer alten Sammlung von Objekten aus der Bronzezeit und verschiedenen nachfolgenden Epochen bereitstellt.
Anschließend trug eine Gruppe deutscher und palästinensischer Lehrer*innen ein Lied auf Deutsch vor. Daraufhin sprachen Rev. Ashraf Tannous und Probst Lenz ein kurzes Gebet und segneten die Anwesenden.
Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie besichtigten die Gäste das Schulgelände und die internen Hallen, wo sie eine Ausstellung mit Kulturgütern besuchten, die im Rahmen einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Ministerium für Tourismus und Altertümer entstanden ist. Die Gäste setzten ihren Rundgang durch die Säle fort, wo sie unter anderem einen Vortrag zur deutschen Geschichte von Frau Gudrun Schmitz sowie Dokumentarfilme zur Geschichte Jerusalems, Hebrons, Jerichos und Bethlehems sowie deutschen Städten wie Berlin und Hamburg sahen. Außerdem wurde in der Bibliothek Volksmärchen von der Geschichtenerzählerin Mariam Muammar erzählt.
Zu den Ereignissen des Kulturtages gehörte eine besonderes Vorhaben einer Gruppe von Schülern der Klasse 7d unter der Leitung von Frau Dr. Natalie Tawil, bei dem sie eine Zeitkapsel auf dem Schulhof verbargen. Diese Kapsel enthielt Briefe, Träume, Zeichnungen und Informationen aus ihrem Alltagsleben. Die Schüler entschlossen sich, diese Kapsel in fünfzig Jahren, im Jahr 2075, zu öffnen, um zukünftigen Generationen einen Einblick in unsere gegenwärtige Welt zu ermöglichen.
Außerdem wurde eine Reihe von Theaterszenen mit beliebten Sprichwörtern vorgetragen, an denen Schüler*innen der Jahrgaenge 6 – 8 teilnahmen. Koordiniert wurde das Ganze von Herrn Maxim Emaya und dem Elternrat. Zu den Aktivitäten des Kulturtages gehörten ebenfalls zahlreiche Literatur-, Poesie- und Sportwettbewerbe. Ein Debattierwettbewerb wurde von der Arbischlehrerin Frau Nadia Habibeh veranstaltet, an dem Schüler*innen der Klasse 11 Science teilnahmen. Die Debatte wurde vom Direktor des Kulturministeriums, Fouad Al-Lahham und Dr. Natalie Al Tawil geleitet.
Des Weiteren gab es einen Poesiewettbewerb zwischen zwei Teams aus der Klasse 8d unter der Aufsicht der Arabischlehrerin Ruba Abu Amsha und mit den Dichtern Atta Al Shaer und Rawida Barham als Juroren. Eine Jury aus Künstlern, darunter Hassan Al-Lahham, Tariq Salsaa und Masada Sabat, bewertet den freien Zeichenwettbewerb, der der Kunstlehrer Marck Emaya ins Leben gerufen wird.
In der Turnhalle organisierte der Sportlehrer Nader Al-Qass ein Tischtennisturnier für Jungen und Mädchen. Der Tag beinhaltete auch eine traditionelle palästinensische Modenschau, bei der eine Gruppe hervorragender Mädchen eine Kollektion traditioneller Kleidung aus mehreren palästinensischen Städten präsentierte, die beim Publikum großen Anklang fand.
Zum Abschluss der Veranstaltung trat die Duban Dabkeh-Truppe aus Jerusalem mit einer einmaligen palästinensischen Dabkeh-Aufführung auf, die traditionelle Tänze palästinensischen Ursprungs umfasste und erntete damit jedermanns Bewunderung.
Bemerkenswert ist, dass es im Rahmen des Kulturtages auch eine Vorstellung palästinensischer und deutscher Küche gab. Das Personal des Talitha Kumi Guest House servierte Gästen und Teilnehmern eine köstliche Auswahl an deutschen Gerichten, während die Küche des Community College zwei beliebte palästinensische Gerichte, Maftoul und Musakhan, sowie eine Auswahl palästinensischer Desserts zubereitete.
Während des Kulturtages fand in der Küche des Talitha Kumi Community College ein Wettbewerb zur Ermittlung des besten Kochs unter dem Titel „Das palästinensische Gericht“ statt. Der Wettbewerb endete mit der Krönung des besten Kochs für das Hauptgericht und das beste Dessert.
Der Tag voller Freude und Glück endete mit der Ehrung der Teilnehmer*innen verschiedener Wettbewerbe und kultureller Veranstaltungen.
Wir in Talitha Kumi danken Gott, dem Allmächtigen, für den Erfolg ausdrücken, den wir erreicht haben, und wir möchten allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, unseren besonderen Dank aussprechen, insbesondere unseren Unterstützern: der Bank of Palestine für ihre großzügige Unterstützung der Veranstaltung, Jawwal, der Trust Insurance Company und Hikvision. Wir möchten auch dem Ministerium für Tourismus und Altertümer, vertreten durch Frau Dr. Iman Al-Tayti, unseren Dank und unsere Anerkennung für ihre großartige Unterstützung für den Erfolg des Kulturtages entgegenbringen und unseren Stolz auf unsere Partnerschaft mit dem palästinensischen Tourismusministerium betonen. Wir danken auch dem Kulturministerium, vertreten durch Herrn Fouad Al-Lahham, für seine moralische Unterstützung und Teilnahme an der Bewertung der stattgefundenen Kulturwettbewerbe.
Wir möchten allen Eltern, die zu den Veranstaltungen beigetragen und die Teilnahme ihrer Kinder unterstützt haben, herzlich danken. Wir danken insbesondere dem Elternbeirat und seinem Vorsitzenden, Herrn Tariq Al-Jaidi, sowie den Mitgliedern Frau Umm Ali Al-Araj und Frau Hanin Tams für ihre aktive Teilnahme.
Abschließend möchten wir uns bei allen Kolleginnen und Kollegen bedanken, die mit großem Enthusiasmus die Wettbewerbe und Aufführungen organisiert und die Schüler*innen motiviert haben, den Namen der Schule bekannt zu machen. Unser Dank gilt auch den Schüler*innen, die das wichtigste Element in der Gleichung darstellen, für ihre aktive Teilnahme und große Begeisterung bei den Veranstaltungen und Wettbewerben.


















